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Ich hoffe ja, dass der Herr bald mal ein Online-Portfolio hat – wäre mindestens so sehenswert wie sein Blog.
Ich hoffe ja, dass der Herr bald mal ein Online-Portfolio hat – wäre mindestens so sehenswert wie sein Blog.
Ich liebe die TED Talks und ich bewundere die Arbeiten von Stefan Sagmeister. Aber als ich heute auf The Serif die TED-Rede von Stefan Sagmeister Things I have learned in my life so far gesehen habe, war ich wirklich gelangweilt. Nicht etwa, weil die Arbeiten, die er gezeigt hat, langweilig waren. Zuerst kamen die Aufblasbaren Affen, dann Drugs are fun, Worrying solves Nothing, Money does not make me happy und am Ende kam Complaining is silly. Danach dachte ich „Hey, er hat die Bananen vergessen“. Inzwischen habe ich die Arbeiten so oft gesehen, dass sie ihren Reiz verloren haben, ähnlich wie eigentlich gute Popsongs, die im Radio totgespielt werden und die dann keiner mehr hören kann. Two Princes von den Spin Doctors war so einer. Den fand ich anfangs so gut, dass ich bei der Teenie-Disco meine neue Freundin Sandy, wir waren zu dem Zeitpunkt seit circa einer Stunde zusammen, auf der Couch sitzen ließ, weil sie nicht mit mir tanzen wollte. Ich habe den Spin Doctors dann im Billy Idol-Style allein tanzend meine Ehre erwiesen. Ja, ich wusste damals noch nicht viel über Mädchen. Mit Sandy jedenfalls war es auch verhältnismäßig schnell vorbei, was ich aus heutiger Zeit nicht bedauere. Als ich sie das letzte mal gesehen habe, war sie Verkäuferin in einer Fleischerei. Damals allerdings, also 1992, zeigte ich meinen Schmerz über den Verlust, indem ich mir mit dem Zirkel „Sandy“ auf den linken Unterarm ritzte. Meine Eltern fanden das ziemlich blöd und ich musste versprechen, sowas nicht mehr zu zun. Hab ich auch nicht, im Gegensatz zu Sagmeister 1999. Die Sache, die ich aus seiner Öffentlichkeitsarbeit gelernt habe, ich stelle die Redewendung „zwischen den Zeilen lernen“ hiermit unter CC Namensnennung 2.0 Deutschland, ist für mich einfach aber sehr wesentlich…
Als ich gestern zufällig über die beiden „Promotional Videos“ von Sebastian Lester gestoßen bin, die er für die über Monotype vertriebene Schriftfamilie Soho Gothic™ gestaltet hat, dachte ich, das könnte ein neuer Trend werden. Nach hunderten Typoanimationen, unter denen selbst die guten im grauen Tonerbrei aus selbstähnlichen Kopien versinken, könnte das neunen Schwung in die Welt der Typoanimationen bringen.
Filmische Beiträge über Typomanie an sich (ich liebe die Stelle, wo Erik Spiekermann zu „Je t’aime … moi non plus“ kokett um den Citroen herumschleicht und von seinen Kurven schwärmt) kannte ich und natürlich auch den Dokumentarfilm Helvetica, aber Werbefilme die auf Besonderheiten einer speziellen Schrift(familie) eingehen? Nachdem ich ein wenig recherchiert hatte, stellte sich heraus, dass Sebastian Lester nicht der einzige ist, der einen solchen Werbefilm produziert hat. Auch die Bauhausschrift hat ihren eigenen Werbefilm, auch wenn diesen (zumindest auf Youtube) bisher nur 19 Leute angeschaut haben.
Der älteste Schriften-Werbespot, den ich finden konnte war für die Schrift der Zukunft, Eurostil. Als der Spot 1962 von Giuseppe Pino geplant und produziert wurde, war diese Bezeichnung sicherlich auch noch gerechtfertigt, ebenso wie die auditive Untermalung, die an die Erkundung eines fremden Planeten durch die Besatzung von Raumschiff Orion erinnert.
Seit einiger Zeit habe ich mit dem Gedanken gespielt mehr Freunde hier zu featuren. Das liegt nicht daran, dass sie es nötig hätten, ganz im Gegenteil – die Überlegung war eher „Warum über fremde Designer schreiben, wenn man selbst genug tolle kennt“. Deshalb gibt es nun nach den Tellerrändern, die mit der E-Zine Liste abgeschlossen waren und dem User Generated Content, den es seit den Vorschlägen nicht mehr braucht, die neue Serie Friendly Design, wo ich in unregelmäßigen Abständen 5 Arbeiten von Freunden vorstellen möchte. Wer also jetzt noch nicht dabei ist, braucht weder Angst haben, dass er nicht mein Freund ist, noch dass er nur Kram gestaltet – und wer (noch) nicht mein Freund ist, aber etwas erwähnenswertes gestaltet hat, ist natürlich auch immer gebeten mir das zu zeigen. Die ersten fünf Arbeiten sind:
Fly-Logo von Joan Pons Moll
Großartige typografische Logoumsetzung, die keine erklärenden Worte braucht…
Fly Logo von Joan Pons Moll
Vinylpants von Nicole Killian
Auch hier braucht`s keine Erklärung, denke ich.
Vinylpants Vinylfiguren von Nicole Killian
Spongewear von Madmar
Weil wir gerade bei Spongebob waren – Spongewear ist ein Spülschwammset-Verpackungskonzept für leichte, normale und richtig üble Verschmutzung.
Spongewear von Madmar
Spongewear von Madmar
Powertoaster von Pascal Seifert
Wenn Apple Toaster herstellen würde, dann…
Powertoaster von Pascal Seifert
Goodie Woodie von Tine Päch und Daniel Bartel
Ein wunderbarer Film, der visualisiert und erklärt, wie der Stockmarket funktioniert.
Goodie Woodie von Tine Päch und Daniel Bartel
Times. Because Times Knew Roman. Diesen und viele weitere Typografenwitze gibt es bei Typogrphunnies. Nerds. [via fontblog]