wiispray – die domestizierung des graffiti

Da zitiere ich den ersten kommentar: „irgendwie affig. irgendwie geil.“ via, von Madmar vorgeschlagen.

raketentim, 06. Mai 2009

Poster Boy – A Tough Biatch

Manche Jungs kaufen sich Rasierklingen, weil sie den latenten Flaumwuchs vertuschen oder forcieren wollen. Andere, weil ihre Eltern zu wenig Zeit für sie haben. Poster Boy aus New York kauft welche, weil sie der Schlüssel zu seinem kreativen Treiben sind. Wer sich in naher Vergangenheit mal länger im großen Kernobst aufgehalten hat, wird sicher seine Projekte gesehen haben. Meine Oma würde sagen „Der Kerl hat Schneid“. Bei Wooster Collective hab ich dieses Video über ihn gefunden.

…und es gibt natürlich auch einen flickr-Stream.

raketentim, 06. März 2009

openFrameworks bei FITC in Amsterdam

Am Wochenende war ich bei FITC in Amsterdam, wo neben großartigen Gästen wie Joshua Davis, Keith Peters und Mario Klingemann auch David Carson – unter Konferenzveranstaltern auch als Ivalid Data Character bekannt – sprechen sollte und dies zur Überraschung eines unbekannten „Steinzeit“-Indios nicht tat, weil er Probleme hatte, seinen Flug zu bekommen. Leider habe ich einen Tag zu spät erfahren, dass sein Hotelzimmer nicht storniert wurde. Guten Abend, für mich wurde ein Zimmer auf den Namen „Carson“ gebucht. Doch über diese verpasste Chance tröstete mich Theo Watson hinweg, den die FITC-Macher kurzfristig als Ersatzsprecher organisiert hatten.

Theodore Watson ist Mitglied des Graffiti Research Labs, mit dem er das Projekt Laser Tag realisiert hat und entwickelt zusammen mit Zachary Lieberman das C++ Framework openFrameworks, mit dem Laser Tag entwickelt wurde. Obwohl es das Framework gerade erst in Version v0.05 gibt, gibt es schon eine beachtliche Liste an großartigen Projekten, die damit realisiert wurden. Jonathan Harris` I want you to want me gehört wahrscheinlich zu den bekanntesten, aber es gibt noch viel mehr Projekte, die das flinke Framework nutzen, mit dem man auch iPhone Apps entwickeln kann (ich hab gehört, damit überzeugt man Designer). Und da es schon viel zu viele Leute gibt, die viel zu krasse Sachen mit Flash, Processing oder VVVV machen, während openFrameworks eine Nutzergemeinde von um die 5000 Leuten hat, könnte man sich dieses Framework doch wirklich mal genauer anschauen, besonders jetzt, wo ihr die Links zur Webseite, zum Wiki, zum Forum und zur geheimen Download-Section kennt und so tolle Videos von Projekten gesehen habt, die mit openFrameworks entwickelt wurden. Ach ja, Videos…


Funky Forest from Long Tran on Vimeo.

Funky Forest
Funky Forest von Theodore Watson ist ein interaktives Ökosystem, bei dem Kinder Bäume wachsen lassen, und diese mit Wasser versorgen können. Die Gesundheit der Bäume wirkt sich wiederum auf das gesamte digitale Ökosystem aus.


TouchKit Version 2.0 from stefanix on Vimeo.

TouchKit Version 2.0
Touchkit ist ein modulares Multi-Touch-Development-Kit und Cubit-Nebenprojekt von NOR_/D.


„Jackson Pollock by Miltos Manetas“ for iPhone from Memo Akten on Vimeo.

„Jackson Pollock by Miltos Manetas“ for iPhone
Eine iPhone-Anwendung, die an die Webseite jacksonpollock.org anknüpft.


Gold Dust for iPhone from Memo Akten on Vimeo.

Gold Dust for iPhone


Gold dust demo from Memo Akten on Vimeo.

Gold Dust
…gibt`s natürlich auch in groß…


Glastonbury 2008 – Interactive Audio Visual PI ! from Memo Akten on Vimeo.

Interactive Audio Visual PI
PI ist eine interaktive Musik-Installation. Sound und Visuals werden in Realtime von den Besuchern erzeugt.


Interactive stand for Toyota IQ from Memo Akten on Vimeo.

Toyota IQ
Interaktive Installation für Toyota IQ


a study of three mirrors from rAndom International on Vimeo.

A study of three mirrors
Bei dieser Installation wird der Betrachter mit Hilfe von Lack, der seine Farbe durch UV-Licht ändert, aus drei verschiedenen Perspektiven abgebildet


Audience – rAndom International from Chris O'Shea on Vimeo.

Audience
50 Spiegel, die sich nach dem Gesicht des Betrachters ausrichten, so dass man sich 50 mal anschaut.


sound reactive boids in a flowsphere from rui madeira on Vimeo.

sound reactive boids in a flowsphere
Kommt immer gut, vor allem mit einem Framework, dass dank C++ spürbar schneller ist als Actionscriot und Java-Kollegen. Reaktive Visuals zur Musik.


Olympic Oval Vancouver – Realtime Video from moka on Vimeo.

Olympic Oval Vancouver
Realtime Video für die olympischen Winterspiele 2010.

raketentim, 27. Februar 2009

1 Raum 5 Künstler – Rinpa Eshidan

Manchmal fühle ich mich im Internet ein wenig beobachtet, denn immer mehr Online-Dienste schlagen mir Dinge vor, die mir vielleicht gefallen könnten. Während mir noch vor ein paar Jahren nur Amazon Produkte vorgeschlagen hat, oder es mir zumindest nur da aufgefallen ist, kann ich mich vor digitalen Empfehlungen inzwischen kaum noch entscheiden. Auch Youtube recommendet seit Kurzem Videos für mich und so sehr mir das auch einerseits zu denken gibt, so sehr hab ich mich heute auch über diese Funktion gefreut, denn sonst wäre mir das Video „Room“ der japanischen Künstlergruppe Rinpa Eshidan sicher durch die Seh-Lappen gegangen, das gar nicht mehr so neu ist.

Einige kennen sie sicher schon von anderen Videos wie One Week of Art Works. All diese und noch mehr Videos von Rinpa Eshidan gibt es nun, zumindest in Japan und hoffentlich auch bald überall als DVD.

raketentim, 15. August 2008

Reverse Graffiti? Drüben im Sell out Regal, oder bei OBI

Im April diesen Jahres hat die Firma Green Works, die wiederum zu Clorox gehört, an San Francisco’s Broadway Tunnel ein knapp 40 Meter langes Reverse-Graffiti realisieren lassen. Der Künstler, der das Projekt samt Kärcher in die Hand genommen hat, ist – wie sollte es anders sein – Paul Curtis aka Moose, dessen Seite ich vor einem knappen Jahr schonmal verlinkt hatte. Paul Curtis gehört zu den Pionieren des Reverse-Graffiti und auch wenn die Überschrift es anders vermuten lässt, finde ich es gut, dass er damit Kohle macht, solange er keine röhrenden Hirsche reversed. Ehrlich gesagt wäre mir sogar das egal.

Den Bogen zu den ökologischen Reinigungsmitteln von Green Works bilden, neben der ohnehin recht umweltfreundlichen Technik, die Motive – Pflanzen, die man vor 500 Jahren an dieser Stelle finden konnte. Wäre ich ein pflichtbewusster Blogger, hätte ich irgendwelche Schweinereien über Clorox heraus gefunden, die dem umweltfreundlichen Charakter dieses Projektes wiedersprechen, aber das bin ich glücklicherweise nicht und kann das deshalb einfach so im (digitalen) Raum stehen.

Originalfoto: dennis

raketentim, 17. Juni 2008

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