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	<title>Raketenblog &#187; British Airways</title>
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		<title>Brian, mein Stresstherapeut</title>
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		<pubDate>Thu, 09 Oct 2008 12:41:59 +0000</pubDate>
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			<content:encoded><![CDATA[<p>Als ich vor einem guten Monat nach Sydney geflogen bin, hatte mir British Airways den Weg vom Flughafen in mein neues zu Hause erleichtert, indem sie meinen Koffer in London Heathrow stehen gelassen hat. Das war sehr praktisch, denn so musste ich nach dem fast zweit&#228;gigen Flug nur meinen Rucksack schleppen. Das ich weniger Gep&#228;ck tragen musste wirkte sich allerdings auch auf ein anderes Tragen aus. Das meiner Kleidung. 4 Tage lang. So lange hat es n&#228;mlich gedauert, bis mein Koffer da war. W&#228;hrend dieser Zeit f&#252;hrte ich mehrere heitere Telefonate mit der BA in denen man mir frohlockend verk&#252;ndete, das mein Koffer in London gefunden wurde. Ich glaube ich h&#228;tte den Mitarbeiter mit irgendwas erbaulichen loben sollen. &#8222;Gut gemacht, Gro&#223;er&#8220; oder sowas in der Art, jedenfalls habe ich das vers&#228;umt und offenbar jemanden entt&#228;uscht zur&#252;ck gelassen. Und so war der Statusbericht des folgenden Tages, auf die Frage, ob mein Koffer nun in Sydney sei &#8222;Wir wissen gerade nicht genau, wo Ihr Koffer ist&#8220; Nicht weiter schlimm, dachte ich mir, ich bin ja hier im Land der Abenteurer und f&#252;hlte selbigen auch schon ein bisschen in mir. Naja, vielleicht ist riechen auch das passendere Verb. Egal. Am vierten Tag kam die frohe Kunde, mein Koffer sei da und man w&#252;rde ihn mir bringen. Tat man auch. Ich hatte meinen Koffer wieder. Bei genauerem Betrachten, fiel mir aber auf, dass er wohl in blinder Verzweiflung &#252;ber den Verlust einige Ecken in Heathrow nach mir abgesucht haben musste, die ihn nicht ohne Spuren davon kommen lassen haben. So erkl&#228;rte ich mir einerseits die knubbeligen Verformungen an ihm und andererseits sein bereits erw&#228;hntes Versteckspiel mit dem BA-Personal. Vielleicht hat er auch dei <a href="http://www.billig-flieger-vergleich.de/news/article0847.html">Koffer von Kate Moss</a> getroffen. Nachdem ich British Airways 2 mal auf meine <a href="http://www.britishairways.com/travel/webforms/public/de_de?eId=120001&#038;wfpId=baggage_claim_uki">Probleme mit Gep&#228;ck</a> hingewiesen habe, ohne eine Antwort oder Best&#228;tigung &#252;ber den Eingang meines Formulars zu bekommen, habe ich heute bei der Service-Hotline angerufen. Nach der obligatorischen Warteschleife eine menschliche Stimme &#8222;Hallo, ich bin Brian, was kann ich f&#252;r Sie tun&#8220;. Brian. Ich musste an ALF denken. Der hatte ja damals viel mehr verloren als ich. Seinen ganzen Planeten. Aber ob das auch in Heathrow war, daran erinnere ich mich nicht. Brian jedenfalls war in einem Callcenter, einem wo sicher 90% der Anrufer miesepetrig sind. Ich habe ihn dann gefragt, wie weit mein Formular bearbeitet ist. Blitzschnell sah Brian die Chance, mir nochmal die Warteschleife vorzuspielen um nach meinen Daten zu suchen. Bei sowas kann man sich erfahrungsgem&#228;&#223; darauf einstellen, dass die Dauer der Suche in indirekter Proportionalit&#228;t zum Erfolg steht. Und so hat mich Brian zurecht ein Weilchen h&#228;ngen lassen um mir dann zu erkl&#228;ren, dass von den beiden Online-Formularen keins angekommen ist, was an Problemen mit dem Server liegen k&#246;nnte. Aber er w&#228;re kein guter BA-Mitarbeiter, wenn er nicht in jeder Situation einen guten Ratschlag aus der Herrenhandtsche zaubern k&#246;nnte. Und so schlug mir Brian vor, ich k&#246;nnte ja nochmal das Online-Formular ausf&#252;llen. Gut gemacht, Gro&#223;er! Auf meine Nachfrage, ob es noch andere Wege g&#228;be, dieses Problem an British Airways heranzutragen, &#252;berlegte er kurz. Allerdings schien er nicht zu &#252;berlegen, welche Alternativen es gibt, sondern ob ich Lust h&#228;tte, nochmal in die Warteschleife reinzuh&#246;ren, &#252;berbr&#252;ckte aber statdessen mit seinem fr&#246;hlichen Mitmach-Liedchen &#8222;d&#252;mm di d&#252;mm, d&#252;mm di d&#252;mm&#8220; die Zeit, w&#228;hrend er die Faxnummer suchte. Er klang &#252;berrascht, als ich ihn und mich danach mit &#8222;Vielen Dank&#8220; aus dem telekommunikativen St&#252;tzstrumpf f&#252;r Langstreckenfl&#252;ge befreite.</p>
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