Hin und her

Wenn eine junge Mutti mal keine Lust oder Zeit hat, sich um ihr Kind zu kümmern, dann ist sie noch lange keine Rabenmutter sondern hat vielleicht einfach was zu tun. Und was macht sie dann? Sie versucht das Kind dazu zu bringen, sich selbst zu beschäftigen oder sagt „Schau doch mal rüber zu Kevin, und geh mit ihm stromern“. Nicht nur das Wort „stromern“ erinnert uns an den Osten, sondern auch die junge Mutti. Sowas gibt’s ja heute kaum noch. Man will ja immer erstmal für die nötige Basis sorgen, um ein Kind in die Welt zu setzen, und setzt sich selbst dafür an den zeitgemäßen Arbeitsplatz mit Computer. Aber was macht man, wenn man mal keine Lust mehr hat, sich um den Computer zu kümmern? Ihn zu Kevin schicken? Der Computer kennt höchstens Eliza. Cory Arcangel hat mit dem Projekt Permanent Vacation 2 Computer dauerhaft beschäftigt, die sich Abwesenheitsnachrichten hin und her mailen und dabei immer wieder aufeinander antworten.

raketentim, 17. Juli 2008

Um ins Studio zu kommen nehm‘ ich heut‘ lieber die Tram

Fast wäre ich der Versuchung erlegen, einen dieser „Ich lebe noch, mir geht es gut“ Posts zu verfassen, aber wer regelmäßig rein schaut, der dürfte wissen, dass Ebbe und Flut sich hier abwechseln, wie in der Fundrybucht zu Vollmond. Deshalb: Fakten. Eine der Arbeiten, die mich in der letzten Woche durch ihre einfache Art besonders begeistert hat ist die oben zu sehende study of a carbomb von Jose Luis Rojas. Die kleine Alternative zu Cai Guo-Qiang I want to believe im Guggenheim, das ich verpasst habe.

Auch an diesem Wochenende werde ich vieles nicht gesehen haben, was man hätte sehen sollen, denn ich habe einen Großteil meiner Zeit damit verbracht, mein Portfolio aufzuräumen und aufzufrischen. Schließlich möchte ich bald nach Sydney fliegen und dort nochmal knapp 4 Monate arbeiten.

Eine große Sache gab es diese Wochenende, für die man die Haustür nicht verlassen musste. Inzwischen haben zwar schon mehrere (auch große) Blogs darüber geschrieben, aber ich möchte es dennoch kurz erwähnen. Das Radiohead-Video „House of Cards“, das aufgrund seiner Machart bei Google Code zu finden, entdecken, und downloaden ist. Sobald ich etwas Zeit habe, werde ich das auch tun und die Processing-Maschine damit füttern. Gute Nacht.

raketentim, 16. Juli 2008

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