Während die meisten Zeitungen mit ihren Online-Angeboten weit am Medium Internet vorbei schießen und beklagen, dass sie dadurch nur Leser verlieren und finanzielle Verluste erleiden, geht die Konkurrenz ganz andere Wege. Die New York Times bespielsweise stellt nun nahezu ihr gesamtes Online-Angebot kostenlos zur Verfügung und will durch die Werbeeinnahmen wesentlich mehr verdienen, als mit dem Verkauf von Artikeln. Mal ehrlich – wer von euch hat schonmal auf einen „Diesen Artikel für 1,99€ kaufen“-Button geklickt? Die New York Times ist auch eine riesige Bude, für die allein der Fakt, diesen Schritt vor Konkurrenten wie der Washington Post gemacht zu haben, einen so großen Marketing- und Werbeeffekt haben sollte, dass die Aktion gute Chancen hat, ein Erfolg zu werden.
Kleine Zeitungen müssen sich da schon was einfallen lassen, um aus der Masse herauszustechen. Leider tun das die wenigsten. Das es durchaus möglich ist, dem Medium Zeitung im Internet einen Mehrwert zu geben und es durch Werbung zu finanzieren, zeigen Projekte wie das Idio Magazine. Das Online-Musikmagazin bietet nicht Artikel für die breite Masse, sondern speziell für den jeweiligen Leser zugeschnittene multimediale Inhalte. Man muss dazu Bands eingeben, die einem gefallen und das persönliche Magazin zum entsprechenden Musikgeschmack wird generiert. Noch einfacher geht`s, wenn man seinen last.fm- oder iLike-Namen angibt, um jeden Tag seine individuell relevante Musikzeitung zu erhalten.

raketentim, 18. Oktober 2007
Was soll man jetzt davon halten? Auf der einen Seite Zeremonialitäten wie Mode 2 und Akim, denen man die Street-Credibility nichtmal mehr mit der alten Zahnbürste unter den Nägeln wegschrubben könnte, auf der anderen Seite Geschäftsführer mit weniger Zielgruppen-bezogenem Telekom-Hintergrund. Cyworld ist eine Social-Network-Plattform, die gar nicht so neu ist, wie man denkt. In Südkorea scheint es die nämlich schon ein ganzes Weilchen zu geben. Solange, dass 90% der 19-29-jährigen Zielgruppe schon einen Account haben. Und jetzt gibts die eben auch in Deutschland. Ob man nun tatsächlich eine weitere Plattform dieser Art braucht, kann ich nicht beantworten, aber sie unterscheidet sich hier und da durchaus von ihren Konkurenten. Der Service ist werbefrei, kostenlos und speziell für Künstler, Mode- und Musiklabels ausgerichtet. Dabei scheinen die Künstler, anders als bei MySpace an erster Stelle zu stehen. Wie verdienen die ihr Geld? Soweit ich das herausfinden konnte, versucht man die Einnahmen durch digitale Güter, wir kennen das von anderen Diensten im Netz, zu generieren. Und offensichtlich verdient man dabei pro Kunde gut dreimal so viel im Jahr, wie MySpace.
Heute war in Köln die erste, von Cyworld organisierte, White Gallery. Das ist sowas, wie ein großes Indoor-Hall of Fame-Malen mit anschließender Ausstellung und Party. Wer bei einer der nächsten White Gallerys dabei sein will, kann sich noch für München (27-28.10), Hamburg (9-11.11), Leipzig (23-25.11) und Berlin (??-??.??) bei White Gallery bewerben.
Börse Online über Cyworld
Lodown Magazine über Cyworld

raketentim, 16. Oktober 2007
Ein nettes Mashup, dieses Flickrvision, ähnlich wie bei Flickrspy (das leider nicht mehr online ist) oder auch Flickrtickr werden bei Flickrvision Bilder angezeigt, die gerade bei Flickr hochgeladen wurden. Allerdings werden hier auch noch die Geokoordinaten mit Google Maps gemashed. Das ganze gibts natürlich auch als Twittervision. Damit man sieht, wo die Leute, die man nicht kennt, aber weiß, was sie gerade machen, wohnen. Toller Satz! Nebensatz. Na dann… viel Spass damit, ich geh` jetzt zu Here we come.

raketentim, 23. Juni 2007
Wie jetzt, hat echt noch niemand drüber geschrieben? Da wollte ich gerade mal mit Hilfe von Technorati schauen, was die deutsche Bloglandschaft denn zu Soundpedia sagt, aber offensichtlich hat noch keine Sau darüber geschrieben – und auch in der nur 6-Seiten langen Liste der Google-Suchergebnisse zu „Soundpedia“ findet man keinen deutschen Beitrag. Mensch! Da müssen wir doch was machen. Vor allem, seit Pandora in Deutschland nur noch über Umwege erreichbar ist, die zu gehen ich nicht willig bin, habe ich mich den musikalischen Alternativen in der Cloud gewidmet. Neben den alten bekannten Musicovery, Blogmusik und Last.fm ist Soundpedia für mich momentan die erste Wahl.
Geordnet nach Artists, Genres und Alben ist Soundpedia ein Riesiges Plattenregal, aus dem man sich massenweise virtuelle Tonträger anhören kann. Feine zusätzliche Gimmicks sind die Möglichkeit, ein Profil mit Freunden, Playlists, Fotos und einer Kollektion der von mir als „gut“ bewerteten Alben anzulegen. Außerdem gibts einen „Wer das gern hört mag bestimmt auch dieses – Service“, Songtexte im Player – falls der Sänger mal wieder nuschelt, und die Möglichkeit, Profile anderer User nach auditiven Delikatessen zu durchsuchen.
Die Seite baut sich recht langsam auf und die Menüstruktur ist teilweise nicht sehr intuitiv, aber alles in allem ist Soundpedia eine wirklich feine Sache!

raketentim, 02. Juni 2007
Eine Seite, die mir in den letzten Tagen mehrmals weiter geholfen hat, ist BrainR. Allein das wäre ja schon ein Grund gewesen, darüber zu schreiben, und da BrainR sich seit gestern frisch heraus geputzt und mit neuen Features geschmückt hat, ist jetzt natürlich der richtige Zeitpunkt dazu. BrainR ist eine Brainstorming-Plattform, bei der jeder, ohne sich anmelden zu müssen, ein Brainstorming anlegen kann und jeder natürlich auch die Möglichkeit hat, an anderen Brainstormings teilzunehmen. Mit dem ReDesign von gestern kann man diese auch in Kategorien einteilen (sogar die schon bestehenden Brainstormings wurden eingeteilt…) Feine Sache – nicht nur bei Krea-Tiefs.

raketentim, 22. Mai 2007