OK Go haben wieder ein großartiges Video veröffentlicht, das ich mir heute gleich mehrmals anschauen musste. Wired hat auch noch die Making Of Filmchen eingebunden.
Rube Goldberg Maschinen werden einfach nie langweilig. 1987 haben Peter Fischli und David Weiss mit Der Lauf der Dinge eine Kettenreaktion ausgelöst, die weitaus länger anhält, als der ohnehin schon lange 30-Minuten-Film. Man hat fast das Gefühl, dass es jedes Jahr eine neue gibt. Vor einigen Jahren gab es „The Cog“ von Honda:
Und selbst in Musikvideos sind schon andere Bands vor OK Go auf die Idee gekommen, Kettenreaktionen zu filmen, auch wenn „An Honest Mistake“ von The Bravery sich vielleicht eher am Domino Day orientiert hat:
raketentim, 03. März 2010
Infractor von Stefanie Elsholz, Martin Schissler und Tillmann Dierichs
Till hat mir heute das Projekt Infractor geschickt und es ist sehr cool:
Infractor ist eine interaktive, künstlerische Anwendung, die für einen Multitouch-Tisch entwickelt wurde. Als Grundlage wurden Daten der New York Times Online verwendet. Mittels physischer Objekte, die auf die interaktive Oberfläche gelegt werden, können die Daten spielerisch gesucht, gefiltert und gelesen werden.
Entwickelt und gestaltet wurde Infractor von Stefanie Elsholz, Martin Schissler und Tillmann Dierichs – eine Gruppe von Studenten der Fachhochschule Potsdam.
Infractor steht metaphorisch für Licht und dessen Brechung durch Prismen. Die damit verbundenen Interaktionen werden verwendet um Artikel zu recherchieren, zu filtern und anzuzeigen. Über physische Objekte aus Plexiglas wird mit dem Tisch interagiert. Jedes Objekt wird entsprechend seiner Funktion durch eine eigene Interaktionsform verwendet.
Auf dem leeren Tisch sind zunächst alle verfügbaren Artikel ungeordnet in Form von Partikeln vorhanden. Jeder Partikel beinhaltet Informationen wie Überschrift, den Artikeltext und weitere Medien wie Bilder oder Videos. Diese Informationen sind zu diesem Zeitpunkt noch nicht sichtbar.
Um die losen Daten zu bündeln, wird ein Quellobjekt an einer beliebigen Stelle auf den Tisch platziert. Das Objekt nimmt nun alle Partikel auf und gibt sie in Form eines Strahls wieder aus. Innerhalb dieses Strahls bewegen sich die Partikel ungeordnet. Um sie zu filtern und näher selektieren zu können wird mit Hilfe der Prismen der Strahl weiter aufgeteilt. Durch Reglerobjekte wurden den Prismen Werte zugewiesen, die dann thematisch dazugehörige Artikel ausgeben. Jedes Reglerobjekt besitzt bestimmte Werte einer Kategorie, z. B. Personen oder Länder. Wird ein solcher Regler in die Nähe eines Prismas geschoben, erscheint ein Menü. Durch Drehen des Reglers lassen sich verschiedene Werte aus einer Kategorie, z.B. Kategorie: Person; Wert: Obama auswählen. Der ausgewählte Wert wird dem Strahl zugewiesen.
Ein weiteres Objekt, das Magnet, dient dazu, mehr Informationen zu sehen, oder sich den Artikel anzeigen zu lassen. Wird er auf den Strahl gestellt, stauen sich alle Partikel und es werden weniger Partikel am Ende durchgelassen. Auf Grund der verringerten Menge an Daten, steigt der sichtbare Informationsgehalt eines Partikels. Die Überschriften werden für den User sichtbar und er kann konkreter entscheiden welche Artikel für ihn interessant sein könnten. Um einen Artikel zu lesen, wird der Magnet an den Strahl gelegt. Dadurch wird ein Partikel angezogen und der Artikel wird sichtbar. Der Nutzer kann den Artikel heranziehen und lesen. Wird der Magnet vom Tisch entfernt wird, verschwindet der Artikel wieder.
Wird jedoch die falsche Seite des Objekts an den Strahl gehalten, werden die Partikel abgestoßen. Diese Funktion dient dazu, dem Nutzer die Funktionsweise dieses Objekts spielerisch nahe zu bringen.
Das simple und logische Konzept dieser Anwendung lässt sich durch den User sehr schnell und spielerisch erlernen. Er kann mit anderen Personen gemeinsam am Tisch arbeiten und nach Informationen recherchieren. Der erste Eindruck von Infractor lässt nicht direkt auf ein Tool zur Recherche von Nachrichten schließen, doch genau darin liegt der Reiz dieser Anwendung.
Technologie
Die Anwendung greift auf die API der New York Times zu, die alle Daten von 1985 bis heute zur Verfügung stellt. Das Projekt wurde vollständig in Java realisiert. Für das Tracking der Objekte konnte die reacTIVision-Software verwendet werden.
Der interaktive Tisch, den wir für unser Projekt nutzen konnten, wurde von Studenten und Mitarbeitern der Fachhochschule Potsdam für die mæve-Installation entwickelt.
wie geil is das denn bitte? ich mein die ritterhelme und schilder usw. die mein vater mir gebaut hat waren ja auch nich schlecht, aber HALLO … DAS hier is ja wo doch noch ne ecke krasser. unglaublich geiler scheiss. da sollte der kleine neville seinem papa aber mächtig dankbar sein.
das sagt übrigens der papa dazu: „This is Neville wearing his requested „Thanatos“ mech costume made of cardboard and toilet paper rolls and spray paint. That’s several evenings of cutting, gluing and spray painting (*cough cough*) in the basement. He’s practicing walking before we head out to score candy. They were a huge hit and reasonably robust costumes, except Nev had a knee blow out requiring a repair crew with white glue and duct tape.“
das filmsch‘n hat übrigens der commander oliver entdeckt, wie und wo muss ich nochmal erfragen …
Casey Pugh aus Brooklyn verbringt nach eigenen Angaben viel Zeit mit Vimeo. Dabei ist er wahrscheinlich auch auf die Idee gekommen, Star Wars gemeinsam mit vielen anderen Leuten nachzudrehen.
Ziel von Star Wars uncut ist es, „Star Wars: A New Hope“ komplett mit 473 15-sekündigen Videos nachzudrehen und dann gemeinsam anzuschauen. Mitmachen ist nocht leichter als eine Backpfeife von Stefan Hentschel zu kassieren (ja, inzwischen geht auch das deutlich schwerer).
Nachdem man seine Lieblings-Szene gesichert hat, verbleiben bis zu 30 Tage um diese nachzudrehen und den Filmschnipsel hochzuladen. Der Trailer und die bisher veröffentlichten Filmchen lassen auf ein episches Filmereignis hoffen.