Youtube hat nicht nur einen der unansehnlichsten Player von allen Video-Services, auch der Anzeige der Videos zu Suchanfragen ist recht lieblos und linear. Zumindest letzteres trifft aber auf die veröffentlichten Videos oft nicht zu.
Was die nicht können, können wir schon lange hat man sich offenbar bei Dipity gedacht und Time Tube entwickelt, ein Mashup, das Youtube-Videos zu einem Suchbegriff auf einer interaktiven Timeline visualisiert und verlinkt. [via]
raketentim, 02. Juni 2008
Bei der Verwendung von Schriften auf Webseiten ist man meistens ein bisschen eingeschränkt, da einem grundsätzlich nur Systemschriften zur Verfügung stehen. Wenn man andere Schriften verwenden will, gibt es beispielsweise die Möglichkeit Schriften durch sIFR zu ersetzen, was zwar dank der guten Dokumentation relativ einfach geht, aber dennoch einiges an Aufwand und potenziellen Fehlerquellen mit sich bringt.
Fontburner ist ein Service, der es nun einfacher macht, Nicht-Systemschriften auf HTML-Seiten zu verwenden. Man kann auf der Seite eine von über 1000 Schriften auswählen, und bekommt dann à la youtube & Co. einen Code, den man nur noch in seiner Webseite, in den „head“-Bereich einbetten muss. Fertig. Dadurch werden alle Überschriften ersten, zweiten und dritten Grades in den gewünschten Font umgewandelt. Im Test hat alles sofort und problemlos geklappt, meine Beispiel-HTML könnt ihr hier downloaden. Wer mehr am Aussehen seines Fonts drehen möchte muss auch bei bei diesem Service etwas mehr Zeit investieren, wie das geht, erfährt man in den FAQ. Alles in allem ist Fontburner eine Spitzensache, auch wenn ich befürchte, dass sie die Typografie im Web in den meisten Fällen nicht besser machen wird, nur flexibler.
raketentim, 30. Mai 2008
Auf TinySong.com kann man einen Song Suchen und als Link verschicken – eine sehr nette Idee, gerade jetzt, wo Anwendungen, die nicht viel können, sondern nur eine Sache ziemlich hip sind. Der Spontan-Test mit Teenagerliebe hat auch sofort geklappt. Leider ist es mit dem angenehmen, simplen Konzept aus, sobald man den Link klickt oder verschickt, denn dann lädt doch wieder eine verhältnismäßig wuchtige Flex-Anwendung und will mir ganz viele Optionen anbieten, statt einfach nur den Song zu spielen. Prinzipiell trotzdem eine nette Angelegenheit.
raketentim, 30. Mai 2008
Viele von euch werden Muxtape kennen, und wer netzaktive Freunde hat, bekommt sicher auch hin und wieder einen liebevoll zusammengestellten Sampler zugeschickt. Da nun vor 5 Tagen offenbar sehr viele Muxtapes in den Tiefen des Internetzes verloren gegangen sind, finden viele Muxtaper in ihrer Trauer um die verlorenen Kompilationen wenig Zeit, neue zu erstellen, was zu einer gewissen Dürre im Arbeitsplatz-Kopfhörer führt. Um Entzugserscheinungen entgegenzuwirken kann man Muxfind von Jan Oberst als auditives Methadon einsetzen und Muxtapes finden, die Songs eines beliebigen Künstlers enthalten. [via]
raketentim, 28. Mai 2008
Vor einigen Tagen veröffentlichte MSN seinen Spectra visual newsreader, der – hört, hört – Nachrichten farbig und in 3D anzeigen kann. Das Ding wird nun sicher wieder durch die Blogs gereicht, man freut sich, dass alles so schön bunt, bewegt und überhaupt total fancy ist und am Ende wird es doch niemand ernsthaft nutzen, weil die Typografie grausam, durch die 3D-Verzerrungen nur ca. 5% der auf dem Bildschirm sichtbaren Headlines lesbar und der Newsfeed auch nur in einem äußerst beschränkten Rahmen anzupassen ist. Und das sind neben der schlechten Lesbarkeit umherfliegender Texte und Pop Ups zur Anzeige der kompletten Artikel nur die gröbsten Unzulänglichkeiten hinsichtlich der Usability. Benutzerfreude kommt hier sicherlich dank des visuellen Stils auf, von Benutzerfreundlichkeit ist die Anwendung allerdings so weit weg, wie Olli P. von Rap-Credibilität.
raketentim, 27. Mai 2008