Fast wäre ich der Versuchung erlegen, einen dieser „Ich lebe noch, mir geht es gut“ Posts zu verfassen, aber wer regelmäßig rein schaut, der dürfte wissen, dass Ebbe und Flut sich hier abwechseln, wie in der Fundrybucht zu Vollmond. Deshalb: Fakten. Eine der Arbeiten, die mich in der letzten Woche durch ihre einfache Art besonders begeistert hat ist die oben zu sehende study of a carbomb von Jose Luis Rojas. Die kleine Alternative zu Cai Guo-Qiang I want to believe im Guggenheim, das ich verpasst habe.
Auch an diesem Wochenende werde ich vieles nicht gesehen haben, was man hätte sehen sollen, denn ich habe einen Großteil meiner Zeit damit verbracht, mein Portfolio aufzuräumen und aufzufrischen. Schließlich möchte ich bald nach Sydney fliegen und dort nochmal knapp 4 Monate arbeiten.
Eine große Sache gab es diese Wochenende, für die man die Haustür nicht verlassen musste. Inzwischen haben zwar schon mehrere (auch große) Blogs darüber geschrieben, aber ich möchte es dennoch kurz erwähnen. Das Radiohead-Video „House of Cards“, das aufgrund seiner Machart bei Google Code zu finden, entdecken, und downloaden ist. Sobald ich etwas Zeit habe, werde ich das auch tun und die Processing-Maschine damit füttern. Gute Nacht.
Okay, das großartige „Stress“ Video von Justice muss man sicher niemandem mehr zeigen, es wurde diskutiert, ob man sowas im Fernsehen zeigen könnte, sollte, dürfte und inzwischen müsste es jeder kennen. Hier ist die Antwort des Kurzfilmers David Tessier, Justesse mit „No Stress“.
Heute habe ich durch Fritz eine Ein-Mann-Show entdeckt, die ich so noch nicht kannte. Der Berliner „Mad Scientist Drummer“ Sebastian Arnold bastelt mit Synthesizer und elektronisch präparierten Drums einen meist schlagzeuglastigen, jazzigen selten nie langweiligen und so einzigartigen Sound, der von sehr reinen Jazz-Sounds über schlichte Synthie-Beats in Kraftwerk-Manier zu knartzenden, blipsenden Klängen übergeht. Man fragt sich, warum er keinen Plattenvertrag hat. Auf seiner Webseite und seinem Space gibt es neben Mnemesys weitere Songs, Infos und Tourdaten.
Auf TinySong.com kann man einen Song Suchen und als Link verschicken – eine sehr nette Idee, gerade jetzt, wo Anwendungen, die nicht viel können, sondern nur eine Sache ziemlich hip sind. Der Spontan-Test mit Teenagerliebe hat auch sofort geklappt. Leider ist es mit dem angenehmen, simplen Konzept aus, sobald man den Link klickt oder verschickt, denn dann lädt doch wieder eine verhältnismäßig wuchtige Flex-Anwendung und will mir ganz viele Optionen anbieten, statt einfach nur den Song zu spielen. Prinzipiell trotzdem eine nette Angelegenheit.