Nachdem sich Apple Computer jahrelang mit den Beatles gestritten haben (Ich möchte an dieser Stelle nachträglich um Entschuldigung für die Qualität von Fotomontage und Wortwitz bitten) und dieser Streit zu einem positiven Ausgang für Steve Jobs und Co. führte, hat Apple nun eine Beschwerde vor dem US-Markenamt gegen die Stadt New York eingereicht, deren Umwelt-Kampagne GreeNYC auch einen Apfel als Logo verwendet. Nun liegt es für eine Stadt, die auf der ganzen Welt als Big Apple bekannt ist, nahe, Äpfel in ihren Logos zu verwenden. Apple Inc. sehen das anders und sind der Meinung, dass der verwendete Apfel ihrem Firmenzeichnen ähnle und Verwechslungen ermögliche. Es „könne die Leute verwirren und den Ruf von Apple schädigen“. Zurecht! Mir fiel es auch gerade schwer, die beiden Logos auseinander zu halten, als ich sie nebeneinander gesetzt habe. Ich hoffe, ich habe nicht zwei mal das gleiche genommen. (Quelle)

raketentim, 14. April 2008
In New York geht man allerdings nicht IN, sondern AUF die Kirche. Das tut man dafür aber in der Regel mehrmals täglich. Und alleine. Auch das freundliche „Hey, how are you doin`?“ unterlässt man meist auf der Kirche, wenn man jemandem begegnet. Man nimmt sich wahr, aber man lässt sich gegenseitig in Ruhe. Viele Leute, nicht nur Mel Gibson, haben hier in Amerika ihre eigene Kirche. Das ist überhaupt nix besonderes.
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raketentim, 14. Februar 2008
Ich möchte mich entschuldigen. Am Samstag habe ich mitten auf den Bahnsteig der Berliner U-Bahn gekotzt. Eigentlich fühlte ich mich ziemlich gut. Meine Erkältung ist fast weg, ich war zum Brunch eingeladen und die Berliner Luft tut mir normalerweise auch immer gut. Mein plötzlicher, schlagartiger Brechanfall hatte seinen Ursprung in dem Poster des Deutschen Atomforums e.V., das im Bahnhof angebracht war. Sicher haben manche von euch schon Plakate dieser Klimaschützer der Woche-Kampagne gesehen, auf denen Kernkraftwerke eingehüllt in natürlichem Idyll dargestellt sind. Ist das nun Euphemismus, arglistige Täuschung oder arroganter Zynismus gegenüber Millionen von Menschen, die wegen dieser „Klimaschützer“ sterben mussten?
Dank Tschernobyl wurden ca. 40% der Gesamtfläche von Europa durch Cäsium-137 kontaminiert. Dennoch bezeichnen sich die Herren des Deutschen Atomforums als Klimaschützer und haben sich gleich noch die Domain klimaschützer.de für diese zweifelhafte Kampagne gesichert. Aber wer steckt eigentlich hinter dem Deutschen Atomforum? Ganz klar – die Kernkraftlobby, und Präsident dieser Runde ist E.ON-Vorstand Walter Hohlefelder. E.ON ist im Übrigen auch Betreiber des Kernkraftwerks Unterweser, in dem es im Juli dieses Jahres erst einen Störfall gab. Außerdem sind E.ON und Vattenfall auch die Gesellschafter der beiden anderen Kernkraftwerke, Krümmel und Brunsbüttel, in denen dieses Jahr ungeklärte Störfälle auftraten. Vielleicht erinnert sich ja auch noch einer an das schwedische Kernkraftwerk in Forsmark, das letztes Jahr eine 23-minütige Geisterfahrt machte. Ratet mal, wer an dem Kraftwerkbetreiber OKG beteiligt ist! E.ON – der Konzern, der uns zur Zeit im Fernsehen was von Gezeitenkraftwerken erzählt, prangert unterdessen nicht nur die in Deutschland 32-jährige „kurze“ Laufzeit von Kernkraftwerken an, sondern plant bereits neue zu bauen. Was Atomkraftwerke allerdings anrichten können, wenn sie außer Kontrolle geraten, zeigt die Fotoserie Twenty Years Since Chernobyl von Robert Knoth.
*Radioaktivität von Kraftwerk Lyrics
raketentim, 28. November 2007
Firmenpresse.de und die Sparkasse haben Javascript entdeckt – und was man so alles damit machen kann. Da eröffnen sich dann gleich ganz neue Werbekonzepte. „Voll verrückt, wenn der Besucher die Seite öffnet, schwirren über dem Text, den er lesen will erstmal Elemente aus dem Werbe-Banner, so dass er nix erkennt.“ Und das ist erst der Anfang eines großartigen Konzepts. Ein paar Anregungen von mir, wie die Idee multimedial weiter geführt werden kann: Spielfilme könnten im Fernsehen die ersten 5-10 Minuten von Werbung überlagert werden, die dann jeder anschauen muss, der den Film sehen will. Bei Radiowerbung könnte man jedes fünfte Lied mit Radiospots – sie sollten doppelt so laut sein – begleiten. Zukunftsträchtig wären vielleicht auch Werbeeinblendungen auf Windschutzscheiben von Mietwagen, die bei steigender Geschwindigkeit hibbeliger werden. Eine letzte Anregung, die zwar nur einer geringen Personengruppe zugänglich wäre, aber aufgeschlossenen Unternehmen dennoch einiges an PR liefern dürfte, sind Layerads auf den Displays zur Steuerung von Atomkraftwerken.
Auch wenn es mich zutiefst enttäuscht und ich es laut anprangern muss, wenn sich jemand diesen inovativen Ansätzen der Kundengewinnung entziehen will hier ein paar Gegenmittel für:
Firefox: Adblock Plus
Explorer: IE7Pro
Safari
Opera 9 kann das alleine, aber auch da gibt es Alternativen
Da steht die Sparkasse drüber
raketentim, 26. Oktober 2007
Die SVP aka Schweizerische Volkspartei sorgt nicht nur in der Schweiz für Aufsehen. Erst kürzlich wurde ihr, weder inhaltlich noch gestalterisch sehenswerter, Wahlspot Himmel oder Hölle in der Schweiz verboten, dessen jugendliche Darsteller vielleicht sogar unter Vortäuschung falscher Tatsachen zur Teilname überredet wurden. Aber die SVP lässt es nicht nur filmisch ordentlich krachen, sondern weiß, dass multimediale Propaganda auch einer peppigen Printkampagne bedarf. Und weil das Sprichwort so wunderbar mit der Ideologie der SVP einhergeht, ist dieses lustige, knuffige Poster entstanden (Abb. links), dass ich in Zürich allerdings nur in überarbeiteter Form vorgefunden habe (Abb. rechts).
Aktuelles Wahlposter der SVP
Das wäre jetzt sicher alles halb so wild, wenn die SVP nicht die stärkste Partei in der Schweiz wäre. Und auch bei dem Poster tun sich abgründige Hintergründe auf. Ich habe mich während meines 4-tägigen Aufenthalts in der Schweiz mit Michaela, Schaf-Rat der Schweizer „Schaf gut und träum was schönes“-Crew, in dem alle Schafe auf dem Plakat sind, getroffen, die mir erzählt hat, wie es zu den Fotos kam. Ein Mittelsmann der SVP hatte die 3 Schafe (das obere Schaf wurde offensichtlich mit einem handelsüblichen Spiegel geklont und zählt als eins) zu einem vermeitlichen Fotoshooting für die Kampagne „Sicherheit für Schafe“ auf eine Weide gelockt. Dort ließ man die Schafe warten, bis sie Langeweile bekamen. Ohne zu merken, dass sie heimlich fotografiert wurden, versuchten 2 Schafe, Benny, das Schaf, das auf dem Poster unten links ist, und Kevin, sich die Langeweile mit Schubkarre spielen zu vertreiben. Kevin wurde später einfach heraus retuschiert. Erst als der aufdringliche Fotograf Hermann, das schwarze Schaf beim Pinkeln in den Büschen fotografierte, bemerkten die Schafe ihn und die Falle der SVP. Aber da war schon alles zu spät. 3 Tage später hingen die Poster, auf denen die Schafe freigestellt und in Position gebracht waren, in der gesamten Schweiz.
Mit dieser Vorlage hat man die Schafe hinters Licht geführt
raketentim, 02. Oktober 2007