Typekit-Font-Embedding
Typekit-Font-Embedding
Stefan hatte ja gestern Abend schon gemerkt, dass einige Schriften im Raketenblog jetzt über Typekit bereitgestellt werden. Die Ladezeiten waren hier schon seit langem kaum noch zumutbar und deshalb habe ich in den letzten Tagen einiges am Code geändert und verschlankt, um die Wartezeiten auf ein normales Maß zu minimieren. Dabei wurde unter anderem Typekit eingebunden, um die Überschrift-Fonts bereitzustellen, die bisher durch sIFR generiert wurden.
Typekit ist ein Online-Service von Small Batch, Inc., der es – als Alternative zu Javascript- bzw. Flash-basierten Techniken wie Cufón oder sIFR ermöglicht, Nicht-Webfonts auf Websites zu verwenden. Verantwortlich zeichnen für das Projekt, das @font-face-Einbettung nutzt, vor allem Jeffrey Veen und Jason Santa Maria, was zurecht auf ein klares und zurückgenommenes Design schließen lässt.
Es gibt 4 Preismodelle, die zwischen 0 und 49,99$ pro Monat kosten und entsprechend über eine größere Schrift-Bibliothek, mehr Bandbreite und mehr lizensierte Webseiten und Fonts pro Website verfügen.

Während man bei der „normalen“ @font-face-Einbettung die Schriften auf dem eigenen Server speichert und diese dann vom Browser herunter geladen werden, um die entsprechende Schrift anzuzeigen, sind die Schriften, die man über Typekit einbindet auch auf deren Servern gespeichert. Das bringt verschiedene Vor- und Nachteile mit sich.
Der große Vorteil ist, dass man mit Typekit Schriften einbetten kann, die man selbst gar nicht einbetten dürfte, da diese einem Copyright unterliegen und deren Schutz bei selbst-gehosteter @font-face-Einbettung nicht gewährleistet wäre. Typekit hat deshalb zwei Funktionen – Schriften bereitzustellen und sie gleichzeitig schützen.
Aber auch Geschwindigkeit und Form, in der der die Schriften zur Verfügung gestellt und gerendert werden, sind wichtige Aufgaben von Typekit. Es gibt mehrere Server, die auf der Welt verteilt sind und von denen die Fonts abgerufen werden und auch das Rendern und Kerning der Fonts wird weiter optimiert.
Das ist ein Fakt, den manche Designer, die volle Kontrolle über die Darstellung ihrer Schriften haben wollen kritisieren. Man gibt einen wichtigen typografischen Aspekt in die Hände Dritter. Möglicherweise wird es aber auch dafür nach der Beta-Phase Tools geben, die helfen, die Darstellung von Schriften auf dem Bildschirm selbst anzupassen.
Schriften mit Typekit einbetten
Das Einbetten von Schriften mit Typekit ist verhältnismäßig leicht. Je nach Preismodell kann man aus 64 bis 279 Schriften (es sollen bald mehr werden) wählen, die man auf einer Website nutzen möchte.

Ein Klick auf „View“ führt zur detailierten Ansicht der Schrift. Hier werden die verschiedenen Schnitte aufgeführt, die zum jeweiligen Font gehören und zu vielen Fonts gibt es auch schon eine kurze Beschreibung.
Dass Jason Santa Maria auch einer der Köpfe hinter Typedia ist, lässt darauf hoffen, dass es an dieser Stelle bald noch viel mehr Informationen zu den Schriften geben könnte.

Nützlich ist auch das Tab „Specimens“, das neben dem Vergleich der Schriftgrößen auch eine „hell auf dunkel“ bzw. „dunkel auf hell“ Vorschau gibt.

Ein interaktiver Type-Tester ist für den Online-Vertrieb von Schriften, egal in welcher Form, glücklicher Weise schon fast Standard.

Nachdem man einen Font zu seinem Kit hinzugefügt hat, kann man im typekitEditor anpassen, auf welche CSS-Selektoren die Schriften angewandt – und welche Schriftschnitte geladen werden sollen.
Unter „Subsets“ gibt es bisher noch nichts zu sehen, aber ich gehe davon aus, dass gerade in diesem Bereich nach der Beta-Phase wertvolle Optionen bereitgestellt werden, die noch mehr Einfluss auf die Anzeige der ausgewählten Schrift ermöglichen.

Um die Schrift zu verwenden muss man am Ende nur noch den Embed-Code in den Head-Bereich der Website kopieren und kann dann die ausgewählte(n) CSS-Klasse(n) bequem im eigenen Stylesheet ansprechen.
2 Beta-Einladungen zu verschenken
Wenn ihr Typekit selbst ausprobieren wollt, aber noch keine Einladung habt, dann schreibt das einfach als Kommentar. Ich verschenke 2 Beta-Invites. Wer zuerst kommt, malt zuerst.
Links zum Thema
I love Typography – The Font-as-Service Artikel von Eliot Jay Stocks
Typekit Blog
First impressions of Typekit Artikel auf For a beautiful Web
EOT Lite AscenderFonts Font Embedding
Fontdeck Ähnliches Konzept, leider noch nicht verfügbar
Typotheque Ähnliches Konzept, leider noch nicht verfügbar
Kernest bereits verfügbare Alternative zu Typekit
1.
Schöner Beitrag, vielen dank dafür!
Hier gibt’s auch noch weiterführende Informationen zum Thema:
Why webfont services are the future of fonts on the web
2.
na verrrrrrückt, was heute alles möglich is in diesem „internet“ … da staunt der laie und der fachman wundert sich. ich staune im übrigen.
3.
Na nicht von schlechten Eltern und scheint echt gut zu funktionieren wie man auch auf anderen Blogs liest. da würde ich mal meine h
Hand heben für ne Einladung wenn nicht schon alle weg sind.
4.
@dirk: Du bist der erste.
5.
Habe gerade noch 5 Einladungen bekommen, also – sollte also für alle reichen, falls noch jemand will.
6.
danke, ich habe auch noch 5, falls deine nicht reichen.
7.
hi tim,
ich wuerd mich auch sehr ueber eine einladung freuen, das projekt klingt vielversprechend. liebe grüße ausm süden!
8.
Über eine Einladung würde ich mich auch sehr freuen! ;)
9.
@Jane: @minstyle: Viel Spass damit
10.
danke!